Teil 1. Mehrsprachiger Seitenbaum – WordPress Setup in mehreren Sprachen

Denn Anfang der Reihe Mehrsprachige Websites mit WordPress als CMS macht die wohl einfachste wenn auch problematischste Lösung.

Wordpress als CMS - Mehrsprachigkeit

Die Idee ist naheliegend. Oftmals wird die Webseite nicht von vornherein zwei- bzw. mehrsprachig geplant, sondern die Entwicklungen führen dazu eine weitere Sprachversion hinzuzufügen. Um nicht eine Seite auch in Deutsch nochmals aufbauen zu müssen und die Linkstruktur der Seite zu erhalten, ist es sinnvoll die neue Sprachversion zur bestehenden Seite einfach hinzuzufügen.

Eine Unterseite mit dem Slug /en/ einfügenWordPress Seitenbaum mehrsprachig machen

Also einfach die Seitenstruktur um eine weitere Sprache ergänzen. Sie legen dazu einfach eine Hauptseite mit dem Namen „EN“ an und ordnen die Seiten, die sie auf der Sprachversion anbieten wollen dieser Seite unter.

Auf der Deutschen Seite wird die Page „EN“ nicht in die Navigation eingebunden. Stattdessen gibt es im Header oder wo gewünscht ein kleines Fahnenbildchen mit dem Link zur Seite „/en/“. Idealerweise verwendet man das Standard Feature “Menüs” für die Einbettung der Navigation – damit kann man am einfachsten ein Menü in gewünschter Ordnung und mit den gewünschten Seiten zusammenstellen.

Standard Menü-Funktion in WordPressMöchte man es gründlich angehen, so empfiehlt es sich verschiedene Theme Templates zu kopieren und als Sprach-Templates zu duplizieren. Typische Anwendung ist zum Beispiel das Anlegen eines englischen Headers, in den sowohl der Verification Code für die Webmaster Tools, als auch statische englische Meta Tags für die Startseite der EN-Version platziert werden können.

<?php include 'header-en.php'; ?>

Durch die Lokalisierung mittels .po und .mo Sprachdateien im Verzeichnis /wp-content/languages/ können noch verschiedene Begriffe in den weiteren Template Themen Dateien übersetzt werden. Gibt es zum Beispiel Posts und Kommentare, so können die allgemeinen Textbausteine wie “Kommentar” oder der Button “Abschicken” mittels .po Datei automatisch übersetzt werden.

Die Vorteile:

  • Ihnen steht das volle Spektrum an Plugins, Themes, etc. zur Verfügung. Es gibt keine Einschränkungen im Einsatz dieser Erweiterungen für WordPress.
  • Sie haben ein System für alle Sprachversionen und müssen nicht mehrfach Wartungsarbeiten bzw. Updates durchführen.
  • Aus Kundensicht ist es der einfachste Weg das bereits bekannte weiterzuführen und einfach zu ergänzen.

Die Nachteile:

  • Ihre Sitemap enthält mit dieser Methode nun sowohl die deutsche, als auch die englische Sprachversionen der Seiten. Sprachenmix.
  • Es gibt keine direkte Beziehung (Datenbank) zwischen den deutschen und den englischen Inhalten.
  • Die Sprachversion liegt somit als Unterverzeichnis in der deutschen Sprachversion und kann bei vielen Verzeichnissen und Katalogen nicht eingetragen werden bzw. zum Linkaufbau eingesetzt werden, da Verzeichnisse nur Subdomains bzw. Domains erlauben.
  • Geht es um die Ergänzung einer Sprachversion ist diese Variante möglich, ab mehreren Sprachversionen wird die Lösung jedoch unübersichtlich.
  • Vorallem beim Einsatz von Artikeln (Posts) und Kategorien (Categories) kann es durchaus zu einem Durcheinander kommen. Bei Widgets müssen dann englische Kategorien auf den deutschen Seiten ausgeschlossen werden und umgekehrt.

Ideen & Tricks:

  • In den meisten Sitemap Plugins können Seiten ausgeschlossen werden, bzw. manuell erzeugt werden. Handelt es sich um eine Seite, die nicht täglich neue Inhalte produziert, sondern mehr als Seite mit relativ statischen Inhalten gedacht ist, kann die Sitemap pro Sprachversion erzeugt und abgelegt werden.
  • Durch den Einsatz der Custom Fields könnte man ein Feld für Artikel hinzufügen, das den “slug” der englischen Variante des Textes enthält. So kann beim Aufbau der Seite durch abfragen des Custom Fields die Link der englischen Version ausgelesen werden und im Language Switch platziert werden.
  • Mittels passender Sprach-TLD kann ein 302 Redirect gesetzt werden, die in Verzeichnisse eingetragen werden kann und für die separat und in der jeweiligen Sprachen per Linkbuilding aufgebaut werden kann. Ein 302 Redirect gibt den Inhalt einer Seite an die Domain die redirected weiter, somit entsteht auch die Chance mit der Redirect in die SERPS zu kommen. (Nicht empfehlenswert!)
  • In den Google Webmaster Tools kann ein Verzeichnis mittel Lokalisierung einem Sprachraum zugewiesen werden. Somit teilt man Google mit, dass es sich zum Beispiel beim Verzeichnis /en/ um Inhalte für die englische Sprache handelt. Bei einer .at TopLevel Domain nimmt Google jedoch leider automatisch an, dass es sich generell nur um die Geolocation Deutsch – Österreich handelt.

« Einleitung – Mehrsprachige WordPress Setups

» Weiter zu Teil 2. Mehrsprachigkeit Plugins – WPML, Xili-Language, Polylang od. qTranslate

 

SociBook del.icio.us Digg Facebook Google StumbleUpon

Hinterlasse eine Antwort